The Victorian Romantic Tarot

Auf der geistigen Flucht vor der Industrialisierung entstanden: Das Victorian Romantic Tarot (© panthermedia.net / Jean Oed)

Auf der geistigen Flucht vor der Industrialisierung entstanden: Das Victorian Romantic Tarot (© panthermedia.net / Jean Oed)

Zahlreiche Tarot-Decks sind inspiriert vom speziellen Schaffen berühmter Künstler oder nehmen sich Kunststile vor, die in ganz bestimmten Epochen praktiziert wurden. So verhält es sich auch mit Victorian Romantic Tarot der beiden Künstler Karen Mahony und Alexandr Ukolov.

Deck aus Kunstwerken

Als die Beiden rein zufällig auf ein altes Buch mit faszinierenden Kunststichen aus dem 19. Jahrhundert stießen, waren sie von diesem leicht kitschigen Stil sofort begeistert. Diese Begeisterung ging sogar so weit, dass sie sich den Malstil des Viktorianischen Klassizismus zu eigen machten und ein Tarot-Deck mit entsprechend inspirierten und gestalteten Motiven anfertigten. Wie auch in der Zeit des Viktorianischen Klassizismus hinterlassen die einzelnen Motive einen außergewöhnlichen Eindruck beim Betrachter. Es ist beinahe so, als würde jede einzelne Figur, jede Karte, mit einem selbst in Kontakt treten, quasi sprechen. Dabei lohnt es sich tatsächlich, jede einzelne Karte aus dem Victorian Romantic Tarot eingehend zu betrachten und auf sich wirken zu lassen. Die unterschiedlichen Motive stellen jeweils kleine Kunstwerke dar, die wie geschrumpfte Originale wirken. Als wären die Bilder von der Wand abgehängt und geradewegs in das Karten-Deck einsortiert worden.

Romantik als Weg aus dem Alltag

Inhaltlich erkennt der Betrachter die Mischung aus kulturellem Hintergrund des Viktorianischen Zeitalters. Sowohl ein neu entstehendes Frauenbild, inklusive einem sich stetig weiter entwickelndem Selbstbewusstsein des weiblichen Geschlechts, als auch die gesellschaftlichen Schwierigkeiten der aufkommenden Industrialisierung hinterlassen im Deck ihre Spuren. Denn diese harten Zeiten brachten für die Menschen einen ganz besondere Sehnsucht: Romantik.

Faszinierend und empfehlenswert

Die Motive selbst stammen aus diversen Kulturen, Lebenswelten und Zeiten. Hier treffen Pharaonen auf Mittelaltermotive, Faust auf Napoleon, Feen auf Nymphen. So wird auf spannende Weise die Tradition des Tarot beibehalten, allerdings verwirklicht mit einem faszinierenden kulturellen Hintergrund, der den Malstil der diversen Motive klar beeinflusst hat. Dass die Bezeichnungen und Erklärungen nur in englischer Sprache vorliegen sollte dabei kein Ausschlusskriterium sein.



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