Berühmte Kartenleger – Damals und Heute

Die Geschichte des Wahrsagens geht weit in die Vergangenheit zurück. (© Sonja Birkelbach - Fotolia.com)

Die Geschichte des Wahrsagens geht weit in die Vergangenheit zurück. (© Sonja Birkelbach – Fotolia.com)

Das Kartenlegen ist aus unserer heutigen Öffentlichkeit nicht mehr wegzudenken. Doch die Geschichte der Karten und derer, die aus ihnen den Geheimnissen der Welt auf den Grund gehen wollen, ist lang und spannend. Alles begann zu Zeiten des Wahrsagers Michel de Nostradame, einem der Berühmtesten seiner Zunft. Er selbst zog zwar nicht die Karten zu Rate, aber Karten und ihre Deutung waren damals schon geläufig. Der Maler Michelino da Besozzo verdiente eine Menge Geld damit, als er um das Jahr 1420 herum die Karten des Trionfi-Spiels malte und die Adeligen zu hohen Preisen mit seinen Werken versorgte.

Mit den heutigen Decks hatte dieses Spiel jedoch wenig gemeinsam, bildete es doch die griechischen Gottheiten ab. Vor der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg bediente man sich der Methode der Holzstich-Drucktechnik, um die Motive der Karten und Schriften zu ihrer Deutung zu vervielfältigen. Als meistverbreitetstes Kartendeck dieser Zeit war das Tarot de Marseille in aller Munde. Vor allem in Frankreich entwickelte sich die Kunst des Kartendeutens später weiter. Mit den Vorreitern Antoine de Gebelin und dem als Etteilla bekannten Jean-Baptist Alliette (man lese den Nachnamen rückwärts) begann der Siegeszug des Tarots um das Jahr 1730 herum. Sie waren davon überzeugt, dass die Ursprünge des Tarots in Ägypten zu finden seien. Es wird vermutet, dass das von Etteilla gestaltete Deck später im Rahmen der Weissagungen der Marie Anne Lenormand Verwendung fand. Diese war im 19. Jahrhundert die prominenteste Wahrsagerin und Kartendeuterin. Als Sybille von Paris betreute sie den Großteil des Hochadels im europäischen Raum auf spiritueller Ebene.

100 Jahre später machte Susanne Kipper in Deutschland von sich reden und jeder kennt heute die nach ihr benannten Karten. Auch Aleister Crowley entwickelt das Tarot anfangs des 20. Jahrhunderts entscheidend fort. Er schuf das Thoth-Tarot. In der Neuzeit setzte sich die Geschichte fort: Als „Wahrsagerin von Bonn“ und „Pythia vom Rhein“ erregte Madame Buchela großes Aufsehen, indem sie den Wahlsieg Adenauers prophezeite und bei der Verhaftung eines Serienmörders hilfreich zur Seite stand. Der bedeutendste Wahrsager unserer Tage, Hajo Banzhaf, verstarb 2009. Una Power erreichte in Großbritannien durch ihre TV-Show einen hohen Bekanntheitsgrad. Und auch die aus Fernsehen und Musikszene bekannte Jeanette Biedermann fing gerade an, sich mit der Wahrsagerei zu beschäftigen.



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